GI Pasta: Low-Carb & High-Protein Nudeln - vorteilhaft bei Diabetes?

GI Pasta und low carb Nudeln von Zuckerschmuck

GI Pasta: Low-Carb-Nudeln mit niedrigem glykämischen Index für Diabetes

Nudeln für Diabetiker: Genuss ohne Reue

Du kennst das vielleicht: Lust auf Pasta, aber schon der Gedanke an die hohen Blutzuckerwerte danach verdirbt dir den Appetit. Klassische Nudeln haben meist einen hohen glykämischen Index, was bedeutet, dass sie den Blutzuckerspiegel schnell in die Höhe treiben und danach oft schnell absinken lassen. Doch zum Glück gibt es Alternativen wie unsere GI Pasta, die du jetzt bei Zuckerschmuck findest.


Was ist die GI Pasta überhaupt?

GI Pasta ist eine spezielle Pasta mit einem niedrigen glykämischen Index. Das bedeutet: Die enthaltenen Kohlenhydrate gehen langsamer ins Blut über als bei Lebensmitteln mit hohem glykämischen Index. Laut Hersteller hat die GI Pasta einen glykämischen Index von 38 und eine glykämische Last von 8. Die GI Pasta enthält zwischen 32 % (Penne und Fusilli) und 45 % (Spaghetti) mehr Eiweiß als normale Spaghetti. Zudem enthalten die Nudeln zwischen 112 % (Penne und Fusilli) und 146 % mehr Ballaststoffe als Hartweizennudeln.

Die Bevorzugung kohlenhydratreicher Lebensmittel mit niedrigem GI ist Teil der DDG-Praxisempfehlungen zur Ernährungstherapie bei Typ-1-Diabetes 2024 [1]. Auch eine Übersichtsarbeit zur GI-Reduktion bei Typ-2-Diabetes bestätigt: niedrig-glykämische Lebensmittel können die postprandiale Glukose-Antwort (= den Blutzucker-Anstieg nach dem Essen) deutlich abmildern [2].


Die Vorteile unserer Low-Carb- und Protein-Pasta für Menschen mit Diabetes im Überblick

1. Niedriger glykämischer Index plus hoher Eiweißanteil

Der glykämische Index beschreibt, wie schnell die Kohlenhydrate eines Lebensmittels den Blutzuckerspiegel ansteigen lassen, ein niedriger Wert steht für einen langsameren Anstieg. Das ist nicht nur für Menschen mit Diabetes interessant, sondern auch für Sportler, die zum Muskelaufbau eine zusätzliche Portion Protein benötigen. Nach der EU-Verordnung 432/2012 zugelassen sind dazu die Angaben „Proteine tragen zu einer Zunahme an Muskelmasse bei“ und „Proteine tragen zur Erhaltung von Muskelmasse bei“ [4].

Hier kannst du den Blutzuckerverlauf von unserer Sonja sehen, nachdem sie die GI Pasta selbst getestet hat. Der Praxis-Test: 2 große Teller Spaghetti, ohne Drück-Ess-Abstand und mit einem Bolus für 3 BE (= 36 g KH). Wie ihr Glukoseverlauf danach aussah, zeigt das Bild unten.

Sonja Spörlein Selbsttest GI Pasta, Glukoseverlauf in Mylife CamAPS fx mit Dexcom G6 und Ypsopump (Bolus für 3 BE bei 2 Tellern Spaghetti)

Wichtig: Sonjas Erfahrungsbericht ist ein persönlicher Test, keine Therapieempfehlung. Individuelle Werte können abweichen. Deine Bolus-Berechnung besprichst du mit deinem Diabetes-Team.

2. Hoher Ballaststoffgehalt

Die Pasta enthält wertvolle Ballaststoffe, die sättigen und sich positiv auf die Verdauung auswirken. Konkret zwischen 112 % (Penne und Fusilli) und 146 % mehr Ballaststoffe als Hartweizennudeln. Ballaststoffe verlangsamen die Aufnahme von Kohlenhydraten ins Blut und gehören laut diabetesDE zu den Schlüssel-Bausteinen einer diabetes-freundlichen Ernährung. Laut diabetesDE sind mindestens 30 g pro Tag empfohlen, bei Typ-2-Diabetes sind 40 g das Ziel [3].

3. Die Nährwerte im Detail

Spaghetti und Fusilli bringen laut Nährwertangabe je 100 g Trockenprodukt 49 g Kohlenhydrate, 18 g Ballaststoffe und 20 g Eiweiß mit. Gekocht sind es 20 g Kohlenhydrate je 100 g Nudeln, so lässt sich die Portion auf dem Teller gut einrechnen.

4. Geschmack wie klassische Pasta

Unsere GI Pasta schmeckt ähnlich wie klassische Pasta. Wir haben das selbst getestet, und auch die Kinder kamen zum Testurteil „schmecken wie normale Nudeln".

5. Vielseitig einsetzbar in der Küche

Ob als Spaghetti Bolognese, Nudelsalat oder als Beilage: du kannst die GI Pasta wie herkömmliche Pasta zubereiten. Tipp aus der Praxis: al dente kochen, denn weich gekochte Pasta hat einen höheren glykämischen Index als bissfest gekochte. Laut Hersteller gilt der angegebene GI-Wert nur bei der Kochzeit auf der Packung, bei der Penne sind das 7 Minuten.

6. Für die ganze Familie

Nicht nur Menschen mit Diabetes profitieren von der Pasta. Auch Kinder und Partner können mitessen, ohne dass extra gekocht werden muss, und nehmen nebenbei mehr Ballaststoffe und Eiweiß auf.

7. Drei Sorten zur Auswahl

Unsere GI Pasta gibt es in drei Sorten. Welche ist deine Lieblingsnudel?


Ein Tipp aus der Zuckerschmuck-Küche

Probiere unsere GI Pasta doch mal mit einer frischen Tomatensoße oder einer proteinreichen Linsen-Bolognese. So bleibt dein Gericht nicht nur niedrig-glykämisch, sondern wird auch zu einem Nährstoff-Highlight.

Auch eine Idee: kennst du schon unsere große Auswahl an Rezeptbüchern? Hier findest du Rezepte und Inspiration für leckere Nudelsoßen und viele weitere Gerichte, die zur niedrig-glykämischen Ernährung passen: Bücher bei Zuckerschmuck.

Wie Genuss und Motivation im Alltag mit Diabetes zusammenhängen, liest du in unserem Beitrag Mentale Gesundheit und Motivation bei Diabetes.


Häufige Fragen zu Nudeln bei Diabetes

Dürfen Diabetiker Nudeln essen?

Ja, auch mit Diabetes darfst du Nudeln essen. Sie sind nicht verboten, sondern nur eine ordentliche Portion Kohlenhydrate und wollen entsprechend eingerechnet werden. Genau da setzt die GI Pasta an: weniger anrechenbare Kohlenhydrate und mehr Eiweiß bei gleicher Tellergröße.

Sind Vollkornnudeln bei Diabetes besser?

Vollkornnudeln sind klassischen hellen Nudeln meist voraus, weil mehr Ballaststoffe drin stecken und der Blutzucker dadurch langsamer steigt. Sie bleiben aber ein kohlenhydratreiches Lebensmittel. Die GI Pasta geht einen Schritt weiter, indem sie zusätzlich den Eiweißanteil anhebt und die anrechenbaren Kohlenhydrate senkt. Wer Vollkornnudeln mag, kann beides abwechseln; entscheidend ist, was dein Blutzucker dazu sagt.

Welche Teigwaren eignen sich sonst noch?

Neben den drei Sorten oben führen wir weitere blutzuckerfreundliche Lebensmittel in der Kollektion Low Carb. Wichtig bleibt bei allen Teigwaren die Verzehrempfehlung auf der Packung, denn die Nährwerte unterscheiden sich je nach Sorte.

Haben Nudeln viel Zucker?

Nein. Die GI Pasta enthält laut Nährwertangabe 4,9 g Zucker je 100 g Trockenprodukt und 0,9 g je 100 g gekochte Nudeln, bei 49 beziehungsweise 20 g Kohlenhydraten. Für die Kohlenhydrat-Rechnung zählen deshalb die Kohlenhydrate insgesamt, nicht nur der Zuckergehalt.

Ist die GI Pasta glutenfrei?

Nein. Sie besteht laut Hersteller aus Hartweizenmehl, Lupinenmehl, Haferballaststoffen und Weizengluten und wird in einem Betrieb hergestellt, der auch Eier verarbeitet. Wer glutenfrei essen muss, greift deshalb zu einer anderen Sorte.

Heißt es Diabetes oder Diabetis?

Korrekt ist Diabetes, von Diabetes mellitus. „Diabetis" ist ein verbreiteter Schreibfehler, gemeint ist dasselbe. Wir schreiben es hier einmal mit, damit du auch dann hier landest, wenn die Tastatur schneller war als der Kopf.


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Quellen

  1. Skurk T, Krämer-Pickler E, Bosy-Westphal A, et al. Ernährungstherapie bei Typ-1-Diabetes. Diabetologie und Stoffwechsel 2024;19(S 02). Praxisempfehlungen der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Verfügbar unter: DDG Praxisempfehlungen Ernährungstherapie 2024 (PDF).
  2. Vlachos D, Malisova S, Lindberg FA, Karaniki G. Glycemic Index (GI) or Glycemic Load (GL) and Dietary Interventions for Optimizing Postprandial Hyperglycemia in Patients with T2 Diabetes: A Review. Nutrients 2020;12(6):1561. Verfügbar unter: pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7352659.
  3. diabetesDE, Deutsche Diabetes-Hilfe. Was sind Ballaststoffe? Patienten-Information mit DGE-/DDG-Empfehlung 30 g pro Tag. Verfügbar unter: diabetesde.org/ballaststoffe.
  4. European Food Safety Authority (EFSA). Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to protein and increase in satiety leading to a reduction in energy intake (ID 414, 616, 730), and growth or maintenance of muscle mass (ID 415, 417, 593). EFSA Journal 2010;8(10):1811. Plus EU-Verordnung 432/2012 mit der Liste autorisierter Health-Claims. Verfügbar unter: EFSA Journal 2010 (PDF) und EU-VO 432/2012 (DE).

Hinweis: Dieser Artikel beschreibt die Hersteller-Eigenschaften des Produkts und ersetzt keine ärztliche Beratung und keine Ernährungsberatung. Bei Fragen zur Bolus-Berechnung oder zur individuellen Eignung sprich bitte mit deinem Diabetes-Team. Bitte die Verzehrempfehlung auf der Produktverpackung berücksichtigen.

Sonja Spörlein & Julia Becker

Unsere Autoren

Sonja Spörlein & Julia Becker

Redaktion Zuckerschmuck
Sonja Spörlein hat Zuckerschmuck 2015 gegründet und lebt seit ihrem siebten Lebensjahr mit Typ 1. In die Artikel sowie Produkte fließt ein, was sie als Kind, Studentin, im Job, beim Sport und als zweifache Mutter selbst gebraucht hat. Julia ist Sonjas rechte Hand bei Zuckerschmuck und schreibt gerne Blogartikel, ihren Typ 1 hat sie in der Schwangerschaft bekommen. Sonja nutzt eine Ypsopump im CamAPS-FX-Loop mit Dexcom, Julia eine Kaleido-Pumpe mit Dexcom. Beide schreiben aus eigener Alltagserfahrung.
Dr. med. Ilka Simon-Wagner

Fachlich gegengelesen von

Dr. med. Ilka Simon-Wagner

Fachärztin für Innere Medizin und Diabetologie
Ilka Simon-Wagner ist Fachärztin für Diabetologie und Innere Medizin und führt in dritter Generation die Praxis am Oberen Tor in Lichtenfels, die sie 1998 von ihrem Vater übernommen hat. Ihr Schwerpunkt ist die Diabetologie mit eigener Fußambulanz und Schulungszentrum, dazu gehören Einzel- und Gruppenschulungen zu Ernährung, Diabetes und Bluthochdruck. Die Praxis ist anerkannte Lehrpraxis der FAU Erlangen-Nürnberg.