Zuckerschmuck stellt vor: Gesundheits-Location App Libati

Zuckerschmuck stellt vor: Gesundheits-Location App Libati

Aktualisiert: Mai 2026 · Zuckerschmuck-Team · Originalbeitrag: November 2021

🩹 Auf einen Blick: was ist Libati?

Kurz gesagt: Libati war eine community-basierte App, mit der Menschen mit Diabetes und anderen chronischen Erkrankungen passende Cafés, Hotels und Restaurants finden konnten.

  • Konzept: Karten-App mit Ampel-System (rot, gelb, grün) für Locations
  • Bewertungs-Logik: Community-basiert, jeder Nutzende kann Orte bewerten
  • Persönliche Filter: Krankheits-spezifische Trigger und Präferenzen werden im Profil hinterlegt
  • Plattformen: Android (Google Play) und iOS (Apple App Store), in beiden Stores nicht mehr zu finden (Stand 14.09.2026)
  • Zuckerschmuck-Bezug: Zuckerschmuck-Produkte waren in der Libati-Explore-Page gelistet, Libati-Nutzende erhielten zusätzlich einen Rabattcode

💡 Die Idee hinter Libati

Mit der App Libati wollte ein junges Startup Menschen mit Diabetes und anderen chronischen Erkrankungen das Reisen und Unterwegssein erleichtern. Libati war eine community-basierte App, mit der Menschen mit chronischen Erkrankungen oder körperlicher Behinderung neue Orte entdecken konnten, passend zu ihren individuellen Bedürfnissen. Für die Nutzenden sollte die App kostenlos sein, Geld verdienen wollte das Team über Partnerschaften mit Hotels, Restaurants und Cafés.

Das Libati-Team erklärt im Originalwortlaut, woher die Idee kommt:

„Laut des Instituts für Allgemeinmedizin der Goethe-Universität in Frankfurt leidet allein in Deutschland heutzutage ungefähr jeder Zweite unter mindestens einer chronischen Krankheit. Auch wenn nicht jeder Betroffene stark im Alltag durch seine Krankheit eingeschränkt ist, waren die Ergebnisse unserer durchgeführten Interviews eindeutig, da die Befragten uns immer wieder ein ähnliches Problem in ihrem Alltag schilderten: Für chronisch Kranke ist es sehr aufwendig, spontan mit Freunden in ein Restaurant, eine Bar, ein Café oder ähnliches zu gehen, in dem sie noch nie waren. Ähnlich sieht es aus mit Besuchen in Hotels, AirBnBs oder Ferienwohnungen.

Zu viele Informationen über die Locations fehlen im Vorhinein. Wenn jemand zum Beispiel von Asthma betroffen ist, muss die Person vorher herausfinden, ob Treppen zu steigen sind, ob es Parkplätze in der Nähe gibt, ob es einen Aufzug gibt. Bei Diabetes sind wieder andere Dinge wichtig, etwa ob es in der Speisekarte Angaben zu Kohlenhydraten gibt. Natürlich könnte man diese Informationen im Vorhinein durch umfangreiches Recherchieren und Telefonieren herausfinden. Damit ist aber keine Spontanität mehr möglich.

Deshalb haben viele Betroffene uns erzählt, dass sie mittlerweile aufgegeben haben, weil sie mit gesunden Freunden und Familienmitgliedern nicht mehr mithalten können und Unternehmungen abbrechen oder schon im Vorhinein absagen müssen. Unser Gründerteam hat selbst Familienmitglieder und Freunde im eigenen Umkreis, die betroffen sind. Wir sehen ein gesellschaftliches Problem darin, dass es für gesunde Menschen heute drei Klicks auf Google Maps benötigt, um zu entscheiden, welches Café besucht wird, während Menschen mit chronischen Erkrankungen sich zwischen einem großen Rechercheaufwand und dem Zuhause-Bleiben entscheiden müssen.

Mit unserer digitalen Lösung Libati möchten wir dafür sorgen, dass Menschen mit chronischen Erkrankungen mehr in die Gesellschaft inkludiert werden und ihre Freizeit und Freiheit genießen können."


🗺️ Wie funktionierte die App?

Kurz gesagt: Profil mit Krankheits-Filtern erstellen, Karte öffnen, Locations nach Ampel-System auswählen.

Die Bedienung lief in vier Schritten:

  1. Registrieren und Profil ausfüllen. Wichtig dabei: nicht nur die Erkrankungen auswählen, sondern auch die individuellen Trigger und Präferenzen.
  2. Krankheits-spezifische Screens durchlaufen. Die App führt durch passende Frageketten, je nach Erkrankung.
  3. Karte öffnen. Locations in der Nähe sind mit den Ampelfarben rot, gelb, grün markiert.
  4. Bewerten und ergänzen. Eigene Erfahrungen helfen der Community, das Bewertungs-Bild präzise zu halten.

Was die Ampelfarben bedeuten:

  • Rot: Location triggert basierend auf Community-Bewertungen mit hoher Wahrscheinlichkeit Symptome oder passt nicht zu den hinterlegten Präferenzen.
  • Gelb: Mittlere Bewertungen, gemischtes Bild.
  • Grün: Location passt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu den hinterlegten Bedürfnissen.

🛍️ Zuckerschmuck als Partner in der Explore Page

In der App gab es eine Explore-Page, auf der Produkte von Partnern gezeigt wurden, die einen Mehrwert für Menschen mit chronischen Erkrankungen haben. Zuckerschmuck war dort als Partner gelistet, Libati-Nutzende fanden in der Explore-Page außerdem einen Rabattcode.


🎒 Zuckerschmuck-Produkte für Diabetes unterwegs

Kurz gesagt: Wenn du mit Diabetes spontan unterwegs sein möchtest, gibt es bei Zuckerschmuck praktische Helfer für die Tasche.


❓ Häufige Fragen rund um Libati und Diabetes-Reisen

Wie funktionierte die Anmeldung bei Libati mit Diabetes?

Nach der Registrierung wählte man im Profil die Erkrankung „Diabetes" und konnte diabetes-spezifische Filter und Präferenzen hinterlegen, etwa ob Speisekarten Kohlenhydrat-Angaben haben sollen oder ob besondere Anforderungen an die Verfügbarkeit von Glucose-haltigen Getränken bestehen.

Wer hat die Locations bewertet?

Die Bewertungen kamen von der Community selbst. Je mehr Nutzende eine Location bewerteten, desto präziser wurde das Ampel-Bild.

Was kann ich für Diabetes-Reisen sonst noch vorbereiten?

Praktisch sind eine kompakte Diabetes-Tasche, eine Hypobox mit schnellen Kohlenhydraten, ein Notfallschmuck mit Diabetes-Hinweis und gegebenenfalls ein Glucagon-Notfallkit (verschreibungspflichtig). Vor Auslandsreisen sprich mit deinem Diabetes-Team über die nötigen Reisedokumente.


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📚 Quellen und Hinweise

  1. Im Beitrag zitiertes Statement: Institut für Allgemeinmedizin der Goethe-Universität Frankfurt zur Häufigkeit chronischer Erkrankungen in Deutschland. Die Original-Publikation nennt das Libati-Team nicht.

Hinweis: Dieser Artikel ist ein Rückblick auf eine externe App und ersetzt keine ärztliche oder diabetologische Beratung. Reise-Vorbereitungen mit Diabetes besprichst du am besten mit deinem Diabetes-Team.

Liebe Grüße,
dein Zuckerschmuck-Team

Sonja Spörlein & Julia Becker

Unsere Autoren

Sonja Spörlein & Julia Becker

Redaktion Zuckerschmuck
Sonja Spörlein hat Zuckerschmuck 2015 gegründet und lebt seit ihrem siebten Lebensjahr mit Typ 1. In die Artikel sowie Produkte fließt ein, was sie als Kind, Studentin, im Job, beim Sport und als zweifache Mutter selbst gebraucht hat. Julia ist Sonjas rechte Hand bei Zuckerschmuck und schreibt gerne Blogartikel, ihren Typ 1 hat sie in der Schwangerschaft bekommen. Sonja nutzt eine Ypsopump im CamAPS-FX-Loop mit Dexcom, Julia eine Kaleido-Pumpe mit Dexcom. Beide schreiben aus eigener Alltagserfahrung.
Dr. med. Ilka Simon-Wagner

Fachlich gegengelesen von

Dr. med. Ilka Simon-Wagner

Fachärztin für Innere Medizin und Diabetologie
Ilka Simon-Wagner ist Fachärztin für Diabetologie und Innere Medizin und führt in dritter Generation die Praxis am Oberen Tor in Lichtenfels, die sie 1998 von ihrem Vater übernommen hat. Ihr Schwerpunkt ist die Diabetologie mit eigener Fußambulanz und Schulungszentrum, dazu gehören Einzel- und Gruppenschulungen zu Ernährung, Diabetes und Bluthochdruck. Die Praxis ist anerkannte Lehrpraxis der FAU Erlangen-Nürnberg.